Therapiehund

Als Therapiehund eignet sich jede Rasse und Größe des Hundes
Voraussetzung: ein einfühlsames ruhiges Wesen.

Ein Therapiehund sollte sehr menschenbezogen und freundlich sein. Außerdem sollte er über eine sehr hohe Toleranzschwelle verfügen und nicht zu Aggressionen neigen. Er darüber hinaus auch nervenstark und belastbar sein.
Der Hund sollte sich mit mit anderen Tieren verstehen und keinen ausgeprägten Jagdtrieb besitzen.
Es ist auch wichtig, dass das Hund und Halter zusammen passen und der Hund eine enge Bindung zu seinem Besitzer hat.

All die genannten Eigenschaften sind typische Wesensmerkmale eines Bullmastiffs.

Wir wollen Menschen zu helfen, die eine Phobie oder Angstzustände vor Hunden haben und diese somit überzeugen,
dass die Zusammenarbeit mit Mensch und Tier auch durchaus psychologisch von Nutzen sein kann.

Mentale und psychologische Wirkung:

Anregung des Gedächtnisses

Vertrauen zu einem Tier gewinnen

Trost und Vertrauen

Reduktion von Angst

antidepressive Wirkung

berühren streicheln, riechen und umarmen

Gerne besuchen wir soziale Einrichtungen:

krebskranke Kinder

Seniorenheime

Kindergärten

Schulen

psyschisch kranke Menschen

Kontakt:

Birgit-Anita Dörr

Ötigheim

Telefon: 0176 - 20 06 95 03

E-Mail: birgit-anita@t-online.de

Therapiehund Bruno im Einsatz

Philipp (8 J.) wurde am 3.11.2007 von 2 Rottweilern angegriffen und in Gesicht und Beine Gebissen, rechte Unterlippe abgerissen, die genäht werden mußte.

Seine Tante Katrin stolperte über unseren Artikel: Therapiehunde....

Tante Katrin bat uns um Hilfe und Unterstützung.
Der Junge war sehr in sich gekehrt, lachte selten und war sehr verhalten. Die Angst konnte man ihm ansehen.

Bruno (Therapiehund) hat ein sanftes und sehr einfühlsames Wesen, zusammen mit Tante, Mutti, Ralf, Bella und natürlich Bruno mit Birgit verbringen wir zusammen einige Zeit auf dem Hundeplatz und kamen uns Schritt für Schritt näher.

Philip hat nun vor den beiden Hunden Bella & Bruno keine Angst mehr. Wir werden aber mit anderen Hunden weiter üben und mit Philipp´s Schwester, die bei der Tragödie dabei war.

Wir möchten uns im Anhang beim KSC-Karlsruhe bedanken, der Philipp ein original unterschriebenes T-Shirt übermittelte, mit Autogrammkarte.
Um Philipp zu unterstützen, nicht aufzugeben!

Katrin selbst dazu:
"Da ich als Tante mit Hunden aufgewachsen bin und diese Tiere sehr mag, war es für mich das schlimmste mit anzusehen, wie Philipp litt, wenn er an einem Hund vorbeikam.

Auf der Suche nach Hilfe kam ich auf die Seite des Fördervereins des HSV- Ettlingen und wie wenn es so sein sollte, stand da etwas über Bruno - den Therapiehund.

Durch den wirklich ausgesprochen netten und sympathischen Kontakt mit Birgit kam es recht schnell zum ersten Treffen. Und bereits nach diesem Treffen wurde Philipp sehr redselig was das Thema Hunde anging.
Es kamen noch weitere Treffen zustande, auf die sich Philipp schon immer sehr freute. Von mal zu mal traute er sich mehr zu, was den Umgang mit Bruno und Bella anging. Er ist inzwischen wieder ein sehr aufgeweckter, lebenslustiger Junge geworden, der sich wieder auf die Straße traut.

Dafür kann ich mich auch im Namen von Philipp´s Mama und Papa gar nicht genug bedanken bei Birgit, Ralf, Bella und natürlich Bruno."

1. Treffen - für alle war Bruno sehr mächtig
- aber sein Charme schaffts immer wieder ;-)

Philipp nach der Attacke

Übergabe des KSC-Karlsruhe T-Shirts und Autogrammkarte >>>

Philip mit Bruno und Hund Bella

Der tragische Vorfall:

Hundeattacke durch 2 Rottweiler auf Philipp und Fabienne Lepa

Aufgeschrieben aus der Sicht der Eltern Torsten und Cornelia Lepa


Am 03.11.07 haben wir Philipp und Fabienne zum spielen auf den in Sichtweite liegenden Spielplatz gelassen.
Gegen 14.30 Uhr hat Philipp geklingelt und gefragt, ob er und Fabienne mit Xxxxxx zu ihm gehen dürfen, er wollte ihnen mal zeigen wo er wohnt. Als wir gefragt haben wo das denn ist, hat er uns gesagt: Xxxxxxxxxxxx xx. Also stimmten wir zu, da unsere Kinder schon öfter gemeinsam spielten.
Gegen 14.40 Uhr klingelte es bei uns Sturm. Unser Nachbar Herr M. hat sehr aufgeregt gesagt, dass wir schnell kommen sollen, es ist was schlimmes mit unseren Kindern passiert. Da sind gefährliche Hunde. Und zeigte dabei in Richtung des Gartens des Grundstückes.
Conny, Katrin und ich rannten sofort zum Grundstück.
Jetzt hörten wir schon Fabienne panisch schreien. Als wir am Garten des Grundstückes ankamen, sahen wir Fabienne außerhalb des Grundstückes schreiend stehen und nach Ihrem Bruder rufend. Von Philipp war keine Spur zu sehen.
Auf dem Rasen lag die völlig zerrissene Jacke und ein Schuh von unserem Sohn.
Ein älterer Mann stand im Garten und versuchte einen Rottweiler zu bändigen.
Nach dem wir diesen voller Angst angeschrienen haben, wo unser Sohn ist, bekamen wir nur zur Antwort: Wir sollen uns beruhigen, es ist nicht so schlimm. Nach erneuter Aufforderung uns mitzuteilen wo unser Sohn ist, bekamen wir die Antwort, dass er im Haus ist.
Katrin und Conny sind sofort durch den unzureichend gesicherten Zaun auf das Grundstück gerannt in Richtung Terrassentür. Auf dem Weg dorthin hat sich eine ältere Dame in den Weg gestellt und hat versucht den Zugang zu verhindern. Auch ihre Worte waren nur, dass nichts passiert ist, wir sollten uns beruhigen, es wäre alles halb so wild.
Ich habe Fabienne genommen und versucht zu beruhigen. Das war unter diesen Umständen unmöglich. Bevor ich Fabienne zu unserem Haus brachte, hörte ich den alten Mann zu dem Rottweiler (der immer noch nicht ruhig war) sagen:
"Nun bist du weg, jetzt hast du es geschafft."
Ich habe Fabienne zu Hause abgesetzt und bin zum Grundstück der Hunde der Straße entlang zurück gerannt.
Am Haus sah ich nun hinter Pflanzen verdeckt ein kleines Schild an der Tür: Vorsicht Hunde.
Ich ging links am Haus an das Tor und habe Conny gerufen. Diese kam gerade mit Philipp auf dem Arm aus der Terrassentür. Ich habe ihnen zugerufen, sie sollten zu mir kommen, da das der kürzeste Weg vom Grundstück runter war.
Das Tor war abgesperrt, also haben wir Philipp über das Tor gehoben.
Ich habe ihn genommen und erst einmal auf eine Mauer gesetzt. Er stand völlig unter Schock.
Er hat fürchterlich geweint, aber nichts gesagt.
Ich sah Blut im Gesicht und seine Hose war Links hochgekrempelt. Auch dort habe ich Blut gesehen.
Nachbarn hatten bereits die Polizei verständigt.
Die direkten Nachbarn haben das Schreien gehört und konnten vom Balkon ihres Hauses alles mit ansehen.
Die Schilderungen haben uns einen eiskalten Schauer über den Rücken laufen lassen, und erst jetzt konnten wir realisieren, was unsere beiden Kinder durchgemacht haben.
Katrin und Conny haben die Kinder zu unserem Haus gebracht, um auf den Notarzt zu warten.
Ich blieb vor dem Haus und habe auf die Polizei gewartet.
In der Zwischenzeit kam ein Auto (Kombi mit Hundenetz) und hat rückwärts direkt vor der Tür eingeparkt. Ich hatte den Verdacht, dass die Hunde noch schnell weggebracht werden sollten.
Da ich aber vor dem Haus stand, konnte das nicht mehr geschehen.
Als die Polizei eintraf und die ersten Informationen einholte kam die Frau des Hauses raus zu uns. Die einzigsten Worte waren, das einer der Hunde am Freitag eingeschläfert werden soll. Für mich entstand der Eindruck, das jetzt ein Hund geopfert werden soll um den anderen behalten zu dürfen. Weder eine Nachfrage wie es den Kindern geht, noch eine Entschuldigung oder gar eine Einsicht.


Nun was im Haus geschah:
Meine Schwester Katrin und ich wollten nur noch zu Philipp. Ich schrie die ältere Frau an, wo mein Kind sei. Wir standen vor der verschlossenen Terrassentür (verglast). Ich sagte, sie solle die Tür öffnen. Doch die antwortete nur, es geht nicht. Dann fragte ich, ob es noch eine andere Tür gäbe. Nein, sagte sie zu mir. Ich hämmerte gegen die Glastür und schrie, sie solle sofort die Tür aufmachen, sonst trete ich sie ein. Da sah ich plötzlich drinnen noch so einen Rottweiler umherlaufen. Ich schrie noch mehr, sie solle endlich die Tür aufmachen. Da klopfte sie gegen ihre Tür, rief ihren Enkel Xxxxxx, er solle die Tür öffnen. Der öffnete dann völlig panisch und weinend die Glastür von innen. Der Rottweiler kam direkt auf uns zu gerannt. Ich schrie die Frau an, sie solle den Hund festhalten, da antwortet sie nur: „Der macht nix“. Ich rannte hinter Marvin her, direkt ins Bad, wo dann Philipp völlig außer sich weinend und zitternd, blutüberströmt am Waschbecken stand. Meine Schwester fragte die Frau, ob sie schon den Notarzt gerufen hätte. Doch die sagte nein, denn es wäre ja nichts passiert. Daraufhin forderte Katrin eindringlich ein Telefon, worauf sie von der Dame nur die Fernbedienung des Fernsehers erhielt. Erst der Marvin brachte ihr dann das Telefon. Sofort rief sie in der Rettungsleitstelle an. Der Mann von der Rettungsleitstelle konnte Katrin kaum verstehen, da die Alte immer wieder ins Telefon brüllte, sie brauchen nicht kommen, es wäre ja nichts passiert. Daraufhin antwortete er, dass er die Polizei gleich mitschickt.
In dieser kurzen Zeit verschaffte ich mir einen kurzen Überblick über Philipps Verletzungen. Er weinte fürchterlich und wollte nur noch zum Fenster raus. Ich trug mein Kind Richtung Terrasse raus, als erneut einer der beiden Rottweiler auf uns zukam. Ich sagte, sie solle sofort den Hund wegnehmen. Meine Schwester und ich rannten mit Philipp auf dem Arm zur Terrasse raus. Der alte Mann und der andere Hund waren weg. Als wir raus kamen, rief Torsten schon, wir sollen zum Zaun an die Seite vorkommen, der kürzesten Weg, um das Grundstück zu verlassen. Ich reichte Philipp über den Zaun. Katrin und ich verließen wieder das Grundstück hinten raus. Dabei nahmen wir noch Philipps Schuh, die völlig zerrissene Jacke und ein Teil seines Spielzeuges mit.

Mittlerweile wissen wir, dass dies nicht der erste Vorfall mit den Rottweilern war.
2 Monate vorher wurde ein kleines Mädchen in den Fuß gebissen.
Laut Aussage der Nachbarn gab es Probleme mit allen Hunden, die diese Familie hatte.
Die Auflagen, die von der Gemeinde verhängt wurden, wurden nicht erfüllt oder nicht eingehalten.

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